Simulation im Bereich chronische Wunden
Ziel
Die Teilnehmenden sollen:
-Wunden strukturiert und evidenzbasiert beurteilen können
-Gewebearten sicher unterscheiden
-Therapieentscheidungen begründen
-Komplexe Versorgungssituationen reflektieren
-ihre Handlungssicherheit im klinischen Alltag verbessern
Inhalt
Simulation ist eine didaktische Methode, bei der reale klinische Situationen möglichst realitätsnah nachgestellt werden, um diagnostische, pflegerische und kommunikative Kompetenzen gefahrlos zu trainieren. Ziel ist es, komplexe Versorgungssituationen – wie sie bei Patientinnen und Patienten mit chronischen Wunden häufig auftreten – in einer kontrollierten Lernumgebung zu üben, zu reflektieren und zu verbessern.
Im Kontext der Versorgung chronischer Wunden ermöglicht Simulation das praxisnahe Training von Wundassessment, Entscheidungsfindung, interprofessioneller Kommunikation sowie evidenzbasierter Therapieplanung, ohne Risiken für reale Patientinnen und Patienten.
Didaktische Möglichkeiten der Simulation
1. Wundmoulagen / Wundschminken
Durch professionelles Wundschminken (Moulagen) können realistische Wundbilder erzeugt werden, z. B.: Dekubitus (Grad II–IV), Diabetisches Fußsyndrom, Ulcus cruris venosum / arteriosum, Infizierte Wunden oder Biofilm-Situationen
Teilnehmende trainieren hierbei insbesondere: strukturiertes Wundassessment, Gewebedifferenzierung (Granulation, Fibrin, Nekrose, Slough), Exsudat- und Infektionsbeurteilung, Auswahl geeigneter Wundtherapien
2. Simulation mit Wund-Sleeves (Bein- oder Fußmodelle)
Spezielle Wund-Sleeves sind Silikon- oder Latexüberzüge, die über ein Bein oder eine Simulationseinheit gezogen werden und realistische Wunden darstellen. Sie ermöglichen: realistische Verbandwechsel, Debridement-Training, Druckentlastungsstrategien, Kompressionstherapie-Training & Schulung der hygienischen Arbeitsweise. Diese Methode erlaubt eine besonders praxisnahe Übung von Hands-on-Fertigkeiten.
3. XR-Simulation (Extended Reality: VR / AR / MR)
Moderne Simulation kann zusätzlich durch Extended Reality (XR) erweitert werden:
Virtual Reality (VR): Teilnehmende bewegen sich in virtuellen Patientenzimmern und treffen diagnostische und therapeutische Entscheidungen.
Augmented Reality (AR): Digitale Informationen werden über reale Wunden oder Modelle gelegt (z. B. Gewebeschichten, Durchblutung, bakterielle Belastung).
Mixed Reality (MR): Kombination aus realem Training (z. B. Verbandwechsel) mit digitaler Entscheidungsunterstützung.
XR-Technologien ermöglichen beispielsweise: virtuelle Wundvermessung, Simulation von Heilungsverläufen, Training klinischer Entscheidungsalgorithmen, Teamtraining in komplexen Versorgungssituationen;
Wichtig
Kosten: 225€ inkl. Mittagessen und Getränke
8 Rezertifizierungspunkte ICW
Dozentin: Astrid Probst
| Kursnummer | WuM/22/2026 |
| Kosten | 225 € |
| Freie Plätze | 3 |
| Zeitraum | 16.10.2026 |
| Kurszeiten | Bitte erfragen Sie die genauen Kurszeiten im Sekretariat. |
| Anmeldefrist | 18.09.2026 |
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Andrea Kampmann
Stefanie Haneke
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stefanie.haneke@bic-pb.de