Ausbildung zum*r Physiotherapeut*in

Physiotherapeut*in – ein Job mit Bewegung

Die intensive Zusammenarbeit und Motivierung zur aktiven Mitarbeit deiner Patientinnen und Patienten gehören zum Herzstück deiner Arbeit in der Physiotherapie. Zielgerichtet arbeitet ihr gemeinsam daran, dass deine Patientinnen und Patienten, die durch Unfall oder Krankheit von Einschränkungen in ihrer Bewegungsfähigkeit bedroht sind oder Einschränkung erfahren haben, wieder mobil am Leben teilnehmen können.

Was erwartet dich als Physiotherapeut*in?

Dein beruflicher Alltag als Physiotherapeut*in besteht aus der intensiven Zusammenarbeit mit Menschen jeden Alters, die durch Krankheit oder Unfall in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkungen bedroht sind. Du behandelst und unterstützt sie mit physiotherapeutischen Techniken. Zudem motivierst du sie zur aktiven Mitarbeit, sodass ihre Bewegungs- und Leistungsfähigkeit, Haltung, Koordination und Ausdauer dauerhaft wiederhergestellt und/oder verbessert werden wird sowie Schmerzen reduziert und Krankheiten bewältigt werden.

Du erstellst als Physiotherapeut*in einen individuellen Therapieplan für deine Patientin Jennifer, die sich beim Fußballspielen ein Bänderriss zuzog. Nach der Aufstellung des Therapieplans begleitest du sie auf ihrem Weg der Genesung, sodass sie wieder aktiv auf dem Feld mitspielen und die Freude an ihrem liebsten Hobby ausleben kann. Aufgrund ihrer Krankheit stellt der Alltag eine Herausforderung für Menschen, die unter Arthrose oder Rheuma leiden, dar. Mit dem Ziel, dass diese ihrem Alltag selbstständig und möglichst ohne Schmerzen nachgehen können, unterstützt du sie durch physiotherapeutische Maßnahmen. Die Ergebnisse der Behandlung und Fortschritte deiner Patientinnen und Patienten dokumentierst, erhebst und wertest du aus.

Arbeitsfelder

  • Krankenhäuser und Reha-Kliniken
  • Physiotherapeutische Praxen
  • Gesundheitszentren
  • Behinderteneinrichtungen
  • Altenpflegeheime
  • Fitnesscenter
  • Sportvereine
  • Thermen und Wellnesseinrichtungen

Zukunftsperspektiven

Als Physiotherapeut*in kannst du nach Abschluss deiner Ausbildung auf ärztliche Verordnung selbstständig Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern oder Reha-Kliniken behandeln. Falls du Interesse hast, dich als Physiotherapeut*in selbstständig zu machen und eine eigene Praxis zu eröffnen, kannst du dich durch Fort- und Weiterbildungen spezialisieren oder auf eine bestimmte Zielgruppe fokussieren.

Ein akademischer Abschluss nach deiner Ausbildung sowie entsprechende Berufserfahrung ermöglichen es dir zudem an Berufsfachschulen zu unterrichten oder als Dozentin oder Dozent im Fortbildungsbereich zu arbeiten. Auf diese Weise kannst du fachliche Kompetenzen und deine Erfahrungen mit jungen angehenden oder bereits ausgebildeten, fest im Berufsleben stehenden Physiotherapeut*innen teilen. Fort- und Weiterbildungen ermöglichen Spezialisierungen in bestimmten Fachbereichen, so kannst kannst du dich mit einer erfolgreich abgeschlossenen Weiterbildung zum*r Bobaththerapeut*in, Atemtherapeut*in oder Lymphdrainagetherapeut*in ausbilden lassen.

Dein Weg zum*r Physiotherapeut*in

Ein kurzer Überblick

Die Ausbildung beginnt jährlich zum 1. Oktober und dauert drei Jahre. Den Abschluss deiner Ausbildung bildet ein dreiteiliges Staatsexamen. Die Ausbildung zum*r Physiotherapeut*in besteht aus insgesamt 4500 Stunden. 2900 Stunden entsprechen dem theoretisch-praktischen Teil und 1600 Stunden entfallen auf die praktische Ausbildung. Die Unterrichtseinheiten beginnen i.d.R. um 8:30 Uhr und enden um 16:00 Uhr.

Ziele deiner Ausbildung

Ziel ist es, dass du in deinem zukünftigen Berufsleben in der Lage bist, die physiotherapeutischen Prozesse selbstständig und eigenverantwortlich zu leiten und durchzuführen. Deshalb werden dir während deiner Ausbildung die dafür notwendigen theoretischen Kenntnisse und praktischen Kompetenzen vermittelt. Zusätzlich wirst du lernen, wie du physiotherapeutische Konzepte anwenden und die Kernkompetenzen im Alltag weiterentwickeln kannst.

Damit du deinen Patientinnen und Patienten eine qualitativ hochwertige Therapie bieten kannst, werden deine methodischen Fertigkeiten gefördert, sodass du physiotherapeutische Prozesse planen, durchführen und auswerten kannst. 

Abgesehen von deinen Fachkompetenzen entwickelst du in deiner Ausbildung auch deine sozial-kommunikativen und personalen Kompetenzen weiter, sodass du ein noch tieferes Verständnis für deine Patientinnen und Patienten sowie für ihre Welt aufbaust. Dies ermöglicht dir ihnen die optimale Therapie bieten zu können. Des Weiteren stärkst du deine empathischen Fähigkeiten, deine Kommunikationsfähigkeiten sowie deine Belastbarkeit und dein Selbstvertrauen.

Deine Ausbildung am Lippe-Institut

Zwei ausbildungsintegrierende Möglichkeiten

An unserem Institut steht es dir frei zwischen einer allgemeinen Ausbildung, oder einer unserer zwei ausbildungsintegrierenden Möglichkeiten zu wählen.

  • Durch unsere Kooperation mit der Hochschule Osnabrück und der Hochschule Bielefeld kannst du nach oder neben deiner Ausbildung ein Bachelorstudium beginnen. Falls du dich für die erste Möglichkeit entscheidest, strebst du einen Bachelorabschluss an der Hochschule Osnabrück an. Anschließend an deine Ausbildung studierst du drei weitere Semester an der Hochschule.
  • Die zweite Option beinhaltet ein Studienbeginn an der Hochschule Bielefeld innerhalb deiner Ausbildung. Während deines 2. Ausbildungsjahrs belegst du an der Hochschule zusätzliche Module und studierst nach Abschluss der Ausbildung noch drei bis vier Semester weiter.

Expertise

Interprofessionalität bereits in der Ausbildung.

Enge Zusammenarbeit mit den anderen Berufsgruppen

  • An unserem Institut arbeiten wir eng mit den anderen Berufsgruppen zusammen, darunter die Logopädie, Ergotherapie und Pflege. Durch diese Zusammenarbeit kommt es oft zu gemeinsamen Unterrichtsveranstaltungen und gemeinschaftlichen Projekten wie „Mein Beruf-Dein Beruf“ oder „Ein Patient für Alle“.

Zeitgemäße Ausbildung nach aktuellem Stand der Wissenschaft

  • Bei uns erhalten alle Kurse ca. 20 Stunden Unterricht nach dem norwegischen Konzept S–E–T (sling–exercise–therapy). Dieses neue Konzept ermöglicht die Integration von aktiver + therapeutischer Behandlung und Eigentraining. Mit dem Terapi Master®-Schlingensystem lässt sich ein umfassendes Übungs- und Trainingsprogramm zur Kräftigung des ganzen Körpers durchführen. Gleichzeitig werden hohe Anforderungen an die sensomotorische Kontrolle gestellt. Die Schule verfügt über 6 Geräte. Der Unterricht findet in kleinen Gruppen statt.

Kompetenz- und handlungs- bzw. problemorientiertes Lernen

  • Abgesehen von Fachkompetenzen, die wir durch realitätsnahen Unterricht vermitteln, liegen uns die Weiterentwicklung deiner sozial-kommunikativen und personalen Kompetenzen am Herzen. Daher ist die Fächerorientierung an unserem Institut zugunsten von kompetenz- und handlungs- bzw. problemorientierten Lernbereichen aufgebaut.

Anatomie zum Anfassen

  • Um die theoretischen Inhalte des Anatomieunterrichtes besser „erfassen“ zu können, organisieren wir für jeden Kurs eine Tagesexkursion in das Anatomische Institut der Medizinischen Hochschule Hannover. Unter fachlicher Anleitung besteht die Möglichkeit, die anatomischen Strukturen an verschiedenen Präparaten ausgiebig selbst zu untersuchen.
Physiotherapeut*in - Theoretisch-praktische Inhalte

Die Inhalte deiner Ausbildung werden in fünf Kernpunkte gegliedert. Der erste behandelt die medizinischen, biologischen und naturwissenschaftliche Grundlagenfächer. Diese beinhalten unter anderem Anatomie, Physiologie und Biologie. Der zweite Kernpunkt befasst sich mit den physiotherapeutischen Konzepten unter anderem dem Befund, den Untersuchungs- und Behandlungstechniken sowie der Atemtherapie.

Zusätzlich wird die methodische Anwendung der Physiotherapie in vielen Fachgebieten wie zum Beispiel der Chirurgie, Orthopädie und Inneren Medizin sowie physikalisch wirksame Methoden und Maßnahmen wie Massage, Hydro-, Thermo- und Elektrotherapie vermittelt. Auch sozialwissenschaftliche Grundlagen wie Psychologie, Pädagogik und Soziologie gehören zu den Inhalten, die dir begegnen werden.

Physiotherapeut*in - Der praktische Einsatz

Deine theoretischen Kenntnisse und Fertigkeiten sollen durch die Praxiseinsätze vertieft werden, sodass du dein erworbenes Wissen praktisch umsetzen kannst. Daher stehen dir während deiner praktischen Berufsausbildung unter Anleitung der Fachlehrer Einsätze in Fachkrankenhäusern und Reha-Einrichtungen bevor.

Der praktische Einsatz umfasst vier Schwerpunkte: 

  • Bewegungssystem (Chirurgie, Orthopädie)
  • Herz-Kreislaufsystem und Atmung (Innere Medizin)
  • Motorische Steuerung und Kontrolle (Neurologie, Pädiatrie)
  • Urogenitalsystem (Gynäkologie)
Was brauchst du, um dich zu bewerben?

Du benötigst:

  • eine Fach-(Hochschulreife) oder einen Realschulabschluss oder eine gleichwertige Ausbildung oder eine andere abgeschlossene zehnjährige Schulbildung, die den Hauptschulabschluss erweitert oder einem gleichwertigen Abschluss abgeschlossene Berufsausbildung von mind. zweijähriger Dauer
  • die notwendige gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufs
  • ein einfaches Führungszeugnis
  • gute Deutschkenntnisse
  • letztes Schulzeugnis

Wichtig: Ein Praktikum vor Beginn der Ausbildung ist sehr wünschenswert und wird unbedingt empfohlen, ist aber keine Voraussetzung für einen Ausbildungsplatz.

Was solltest du als Physiotherapeut*in sonst mitbringen?

In deiner Position als Physiotherapeut*in arbeitest du täglich mit Menschen aller Altersklassen, demnach ist es von Vorteil, wenn du eine kontaktfreudige Person bist, die Spaß am Umgang mit Menschen hat. Bei der Physiotherapie geht es vor allem darum, die Bewegungs- und Leistungsfähigkeit der Patientinnen und Patienten wiederherzustellen oder/und zu verbessern, dies erfolgt durch individuell erstellte Therapiesitzungen, in denen du Gebrauch von Bällen, Hanteln, Gelenk- und Muskeltechniken und Muskeldehnungen machst. Es ist somit wichtig, dass du Spaß an Bewegung mitbringst und in der Lage bist, Menschen zu motivieren, denn deine Patientinnen und Patienten sollen aktiv mitarbeiten. Jede*r Patient*in arbeitet in ihrem/seinem eigenen Tempo, jedoch kann es manchmal bei Patientinnen und Patienten zu Frustrationen kommen. Ein empathischer und geduldiger Umgang ist das A und O.

Physiotherapiepläne stellst du eigenverantwortlich zusammen, demnach solltest du flexibel und kreativ an das Lösen von Problemen rangehen und in der Lage sein, Kritik anzunehmen und dich selbst zu reflektieren.

Du hast Lust?! – So kannst du dich bewerben

Bewirb dich jetzt mit folgenden Unterlagen im PDF Format:

  • Bewerbungsanschreiben mit Begründung zur Berufswahl
  • tabellarischer Lebenslauf
  • Ärztliches Gesundheitsattest 
  • Kopie des Personalausweises
  • Polizeiliches Führungszeugnis
  • letztes Schulzeugnis
  • Bewerberbogen aus den Downloads

Außerdem, falls du…

bereits einen Beruf erlernt hast: 

  • Berufsabschlusszeugnis

bereits ein Praktikum absolviert hast:

  • Praktikumszeugnis
Fragen, die dich vielleicht noch beschäftigen

Habe ich während meiner Ausbildung auch Ferien?

Wir haben feste Ferienzeiten, in denen kein Unterricht stattfindet. Diese sind um die Osterfeiertage, im Sommer, im Herbst und um die Weihnachtstage. Die exakten Daten variieren von Jahr zu Jahr.

Wo finde ich das Lippe-Institut?

Das Lippe-Institut befindet sich im Arminiuspark 7 in Bad Lippspringe.

Kostet mich die Ausbildung zur/zum Physiotherapeut*in etwas?

Die Ausbildung ist schulgeldfrei. Es fallen lediglich Kosten für Bücher und gegebenenfalls Ausflüge an.

Gibt es Förderungsmöglichkeiten?

Unsere Ausbildungen sind förderfähig nach dem BAföG. Informationen findest du unter www.das-neue-bafoeg.de.

Wie viel verdiene ich während meiner Ausbildung?

Die Höhe der Ausbildungsvergütung richtet sich nach dem Tarifvertrag des Ausbildungsträgers und liegt zwischen 1.365 und 1.5222 Euro (Brutto) im Monat.

Gibt es ein Wohnheim oder weitere günstige Wohnmöglichkeiten im Umkreis des Lippe-Instituts?

Einige Vermieter im Ort bieten kleine Wohnungen, teilweise möbliert, kostengünstig für unsere Auszubildenden an.

Ist eine Übernahme nach der Ausbildung möglich?

Die Chancen auf eine Übernahme stehen sehr gut und wird von den Trägern oft sogar gewünscht.

Was verdienen vollausgebildete Physiotherapeut*innen?

Das Einstiegsgehalt beträgt im Monat durchschnittlich 2.500€ (brutto). 

Starte jetzt deine Ausbildung!

Bewirb dich am besten direkt hier online für die Ausbildung in der Physiotherapie.

Solltest du noch Fragen haben, ruf uns gerne an: 05252 9889-300

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Ausbildung Physiotherapie

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        Datenschutz

        Der Kurs für 2026 ist bereits ausgebucht. Die nächste Bewerbungsphase startet im Oktober 2026 für das kommende Jahr.

        Anschrift

        Bildungscampus Bad Lippspringe
        (ehemals Lippe-Institut)
        Arminiuspark 7
        33175 Bad Lippspringe

        Deine Ansprechpartnerinnen

        BIC_USandner02

        Uta Sandner

        Schulleitung Physiotherapie
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        Stephanie Schwing

        Sekretariat Lippe-Institut
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        Sonja Kiesewetter

        Sekretariat Lippe-Institut

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