Ulrich Johannsen-Haus bildet jetzt neues Herzstück auf dem Campus

Offizielle Einweihung und Einsegnung auf dem Sommerfest

Das Gröbste war eigentlich schon Anfang März geschafft: 40 Bewohner*innen und die Gäste der Kurzzeitpflege mit 33 Plätzen konnten endlich in ihre neuen Apartments im Ulrich Johannsen-Haus einziehen. In den darauffolgenden Wochen wurde dann das Erdgeschoss des Gebäudes mit den Räumlichkeiten der Verwaltung und dem Stiftscafé Paderglück fertiggestellt. Jetzt sind auch hier die Mitarbeitenden eingezogen bzw. ist alles an seinem Platz.

Die Baumaßnahme im Überblick

Mit Beginn im Februar 2023 war das Ende des ersten von zwei Bauabschnitten nach gut einem Jahr im Mai 2024 erreicht worden. Das bisherige „Ev. Altenheim“ wurde kernsaniert und für die zeitgemäße stationäre Betreuung unserer Bewohner*innen zukunftsfähig gemacht. Darüber hinaus ist im Erdgeschoss unser neues Stiftscafé Paderglück eingezogen.

40 Plätze für Seniorinnen und Senioren

Für rund 12 Mio. EUR ist nun ein Gebäudekomplex entstanden, der früher Platz für rund 110 zu pflegende Menschen geboten hat. Jetzt gibt es hier Einzelzimmer für 40 pflegebedürftige alte Menschen. Die rund 30 bis 40 m² großen Maxi-Apartments teilen sich auf drei Wohngemeinschaften auf.

Maritta Eisermann, Bewohnerin des Ulrich Johannsen-Hauses und Mitglied des Bewohner*innen-Beirates, durchschneidet das Rote Band zur offiziellen Einweihung des Ulrich Johannsen-Hauses. Das Band wird gehalten von (v.l.) Wichard Johannsen (Sohn des Namensgebers Ulrich Johannsen-Haus), Birgitta Mayr (Geschäftsbereichsleitung Altenhilfe und Kinder- und Jugendhilfe St. Johannisstift), Pfarrer Gunnar Grahl (Ev. Marcus-Gemeinde Paderborn, Einsegung), der stv. Bürgermeister Robert Siemensmeyer (Grußwort), der stv. Landrat Hans-Bernd Janzen (Grußwort) sowie Martin Wolf.

Hinzu kommen 33 Kurzzeitpflege-Plätze (vorher 25 Plätze im Dietrich Bonhoeffer-Haus). Büros für Verwaltung und Pflegedienstleitung haben außerdem ihren Platz im Erdgeschoss gefunden sowie Räumlichkeiten für ergänzende Hilfs- und Betreuungsangebote, wie z.B. dem Ambulanten Hospizdienst und Selbsthilfegruppen, aber auch Veranstaltungen.

Die Renovierung ist bei laufendem Betrieb erfolgt. „Pro Gebäudeflügel war jeweils eine Bauphase von gut einem Jahr eingeplant, so dass wir am Ende zwar leicht darübergelegen haben, bei dem Umfang und der Komplexität des Vorhabens aber absolut zufrieden sind“, resümiert unser Vorstand Martin Wolf. Eine gut durchdachte Architektur im Bestand sorge für einen maximalen Optimierungseffekt: „So gut wie nie genutzte Balkone sind in den nun sehr großzügigen Apartments aufgegangen“, so Martin Wolf. Die Wohnbereiche hingegen verfügen jetzt über großzügige Balkone sowie Terrassen, auf denen auch im Außenbereich Gemeinschaft erlebt wird. „Darüber hinaus ist natürlich auch Nachhaltigkeit immer ein wichtiges Thema. Wir haben zum Beispiel nach entsprechenden KFW-Standards renoviert, das Dach wird begrünt und Photovoltaik ist vorbereitet.“

Gemeinschaft als Grundprinzip

Neben überdurchschnittlich großen Einzelapartments („normal“ sind rund 23 m²), die auch die Einrichtung mit eigenen Möbeln möglich machen, hebt sich das Ulrich Johannsen-Haus aber noch mit weiteren Besonderheiten ab: „Dem Konzept liegt das so genannte Hausgemeinschaftsprinzip zu Grunde“, erläutert Ulrike Kamphues-Janson, Einrichtungsleiterin unserer stationären Altenhilfe in Paderborn.

„Die Menschen sollen bei uns möglichst viel gemeinsam erleben und nicht allein in ihren Zimmern sitzen. Deshalb hat das Architekturkonzept große Gemeinschaftsbereiche vorgesehen, die diese Art des Zusammenlebens fördern.“ Erfolgreich gelebt wird das Hausgemeinschaftsprinzip schon lange in unseren anderen Einrichtungen, wie dem Sophie Cammann-Haus sowie im Carl Böttner-Haus.

„Stiftscafé Paderglück“ und Mehrgenerationenpark

„Uns geht es vor allem darum, gute Lebens- und Arbeitsorte zu schaffen – für unsere Bewohnerinnen und Bewohner und für unsere Mitarbeitenden“, sagt Martin Wolf. Dafür sorgt nun unter anderem auch unser Stiftscafé Paderglück, der bald zugängliche Mehrgenerationenpark auf der Nordseite, aber auch der neu entstandene Reumontplatz auf der Südseite zieht viele Menschen an. Er bildet ein neues Herzstück auf dem St.-Johannisstift-Campus.

Der Mehrgenerationenpark, der jetzt im Sommer fertiggestellt wird, ergänzt das aktuell laufende städtische Vorhaben „Aufwertung Flusslandschaft Paderaue“. Das Vorhaben wird bezuschusst von der Stadt Paderborn, dem Landessportbund sowie dem Förderverein St. Johannisstift.

Der Namensgeber Ulrich Johannsen

Das vorherige „Ev. Altenheim“ hat mit dem Umbau einen neuen Namen erhalten: Ulrich Johannsen-Haus. Benannt ist das Haus damit nach dem langjährigen Pfarrer der Abdinghof-Gemeinde, Ulrich Johannsen, der von 1956 bis 1997 als Vorsitzender des Kuratoriums im St. Johannisstift ehrenamtlich tätig war. Er war am Bau des Hauses in der 1970er und 80er Jahren federführend beteiligt. Für Ulrich Johannsen war es Zeit seines Lebens eine Herzensangelegenheit, Menschen in Sondersituationen zu helfen und zu unterstützen.

Wichard Johannsen, Birgitta Mayr, Martin Wolf, Gunnar Grahl, Robert Siemensmeyer und Hans-Bernd Janzen (v.l.) auf dem Sommerfest, dass die offizielle Einweihung am 4. Juli eingerahmt hat.

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