Beispielhafte Förderprojekte

Für Kinder, Senioren oder auch Angehörige

Ohne die Einrichtungen des St. Johannisstift würde in der Region ein wesentlicher Teil der Versorgung im Gesundheits- und Sozialwesen fehlen. Gern möchten wir Ihnen hier beispielhaft einige Förderprojekte skizzieren aus all unseren Geschäftsbereichen: Krankenhaus, Altenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe und Bildung.

Digitale Bildung - Mitarbeiterqualifizierung 4.0

Das Institut für Fort- und Weiterbildung St. Johannisstift hat erfolgreich eine Förderung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) erhalten. Unter dem Förderprojekttitel „Digitale Bildung – Mitarbeiterqualifizierung 4.0“ wurden interaktive Whiteboards und Tablets installiert. Insbesondere für die rund 800 Fortbildungs-Teilnehmer pro Jahr, die aus unterschiedlichen regionalen und überregionalen Unternehmen des Gesundheits- und Sozialwesens kommen, ein innovativer Mehrwert.

Gemäß dem Motto von der Kreidetafel hin zu digitalen Medien ist es für uns ein sehr positiver, innovativer Schritt in Richtung Bildung 4.0. Interaktive Whiteboards der neuesten Generation ersetzen unter anderem Kreidetafel, Overheadprojektoren, Beamer und Videoabspielgeräte. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch in der dazugehörigen Software, denn je nach Hersteller ergibt sich ein umfängliches Leistungsangebot. Beispielsweise können alle gängigen Dateiformate eingebunden oder „Tafelbilder“ kopiert und konvertiert an die Teilnehmer weitergegeben werden. Zudem können Tablets oder eigene mobile Endgeräte, problemlos eingebunden werden und, ähnlich bekannten Smartphone-Betriebssystemen, zahlreiche Apps genutzt werden.

Insbesondere die Gesundheitsberufe profitieren von den interaktiven Lernmethoden. So tragen zum Beispiel 3D-Animationen in der Anatomie oder anderen naturwissenschaftlichen Fächern zum besseren Verständnis der teils komplexen Vorgänge im Körper bei. Der Umgang mit Tablets und interaktiven Whiteboards ermöglicht den Teilnehmern zudem, ihre Medienkompetenz, auch mit Blick auf die Anwendungen in der Praxis, zu steigern. Der Einsatz von Technik im pflegerischen Alltag, beispielsweise weg von der Papierdokumentation, ist bereits in vielen Einrichtungen Realität und wird in Zukunft steigen.

Ziel des St. Johannisstift ist es, durch eine vor allem bedarfsgerechte und berufsbegleitende Weiterbildung Fach- und Führungskräfte bestmöglich zu qualifizieren sowie Potenziale zu unterstützen – und das auf einem aktuellen Fort- und Weiterbildungsniveau. Dieses Vorhaben wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Bequemlichkeit, Gemütlichkeit und Vertrautheit in der Tagespflege

Die neue Tagespflege im Carl Böttner-Haus hat eine Förderung der Glücksspirale von rund 33.000 Euro erhalten. In der großen offenen Küche, im Gruppen- und Ruheraum sowie im Foyerbereich wird durch diese Förderung eine sehr helle, moderne und wohlfühlende Atmosphäre möglich. Mit den Mitteln der Glücksspirale haben sich unsere Möglichkeiten enorm erweitert, bei dem Inventar neben der Funktionalität für die pflegerische Versorgung auch noch stärker auf Bequemlichkeit, Gemütlichkeit und Vertrautheit – auf die uns wichtige positive Atmosphäre – zu achten.

Sinnesgarten vom Carl Böttner-Haus

Mit der Förderung der Deutschen Fernsehlotterie von 44.000 Euro realisierten wir hinter dem Carl Böttner-Haus einen Sinnesgarten. Wir freuen uns sehr, dass wir für Bewohner und Mitarbeitende hier einen weiteren Raum für Lebensqualität und Wohlfühlmomente geschaffen haben. Es gibt Hochbeete in unterschiedlichen Höhen, damit sie, zur passenden Jahreszeit, sowohl von Menschen bepflanzt werden können, die im Rollstuhl sitzen als auch von denen, die noch stehen oder laufen können. Zudem gibt es eine Wegeführung, die zum Spazieren einlädt inklusive Wasserspiel und ermunternden Skulpturen am Wegesrand. Und auch moderne Bänke laden zur Pause ein. Die Hochbeete sind ein Beispiel dafür, wie in allen unseren Angeboten der Altenhilfe, die Gemeinschaft und die Teilhabe im Mittelpunkt steht. Bewohner und Mitarbeitende werden sie gemeinsam bepflanzen und pflegen. Es gilt, so viel Alltagsnormalität und Freude wie möglich zu erhalten

Der Sinnes- und Demenzgarten ist ein barrierefreier Garten, der zum Erleben und Mitmachen einlädt. Er ermöglicht einen selbstständigen, alle Sinne anregenden und geschützten Aufenthalt, bietet Raum für die sogenannte Gartentherapie sowie Geborgenheit und Sicherheit im Freien. Dieser Aspekt ist insbesondere bei der Versorgung von Menschen mit Demenz, die oft einen hohen Bewegungsdrang und eine sogenannte Hinlauftendenz haben, sehr wichtig. Unterschiedliche Sinne wie Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen werden angeregt und können auftretende Unruhe und Ängste durch Wiedererkennung abbauen. Eine aktive Beschäftigung mit vorhandenen Elementen wird ermöglicht und angeregt und sensorische Fähigkeiten werden gefördert. Die breite Wege sind rollstuhlgerecht in einer sogenannten Schleife angelegt.

Fördermittel

05251 401-471

Das Vorhaben wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.