{"id":9531,"date":"2024-06-11T11:44:29","date_gmt":"2024-06-11T11:44:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.johannisstift.de\/karriere\/herzlichen-glueckwunsch-zum-examen\/"},"modified":"2024-06-11T13:55:32","modified_gmt":"2024-06-11T11:55:32","slug":"herzlichen-glueckwunsch-zum-examen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.johannisstift.de\/karriere\/herzlichen-glueckwunsch-zum-examen\/","title":{"rendered":"Herzlichen Gl\u00fcckwunsch zum Examen!"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ausbildung zur Pflegefachkraft mit \u00fcber 50<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Petra Blumenr\u00f6hr hat eine dreij\u00e4hrige Ausbildung zur Pflegefachkraft gemacht. Soweit, so normal. Die Erwitterin hat sich aber nicht in jungen Jahren nach ihrem Schulabschluss f\u00fcr diesen Berufsweg entschieden, sondern erst mit Anfang 50. Und das ist gerade in der Pflege gar nicht so selten. Den praktischen Teil ihrer Ausbildung hat Petra Blumenr\u00f6hr bei uns im Ev. Seniorenzentrum von Bodelschwingh (ESZ) absolviert. Jetzt \u2013 nach ihrem Examen \u2013 bleibt sie bei uns und erz\u00e4hlt uns im Interview, wie es dazu gekommen ist, dass sie nach 35 Jahren noch einmal einen ganz neuen beruflichen Weg eingeschlagen hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-fl-accent-color\">Liebe Frau Blumenr\u00f6hr, wie kommt man denn darauf, eine Ausbildung in der Pflege zu machen, wenn man schon \u00fcber 30 Jahre was Anderes gemacht hat?<\/mark><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eBereits 1989 habe ich meine dreij\u00e4hrige Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel in einem Bekleidungsfachgesch\u00e4ft abgeschlossen. Im Laufe der n\u00e4chsten 30 Jahre habe ich meinen Beruf in verschiedenen Bereichen ausgef\u00fchrt: Meine damaligen Schwiegereltern in ihrer Selbst\u00e4ndigkeit in einem EDEKA-Markt unterst\u00fctzt, zwischendurch zweifache Mama geworden und nebenbei Kosmetikdirektvertrieb; jahrelange Mitarbeit als Angestellte im \u201aBuntstift\u2018, einem Fachgesch\u00e4ft f\u00fcr B\u00fcro-, Schul- und Schreibwaren; zuletzt Kauffrau in einem Fleischereifachgesch\u00e4ft.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Mit 50 Jahren habe ich mich nochmal f\u00fcr einen beruflichen Neuanfang entschieden. Die Kinder waren erwachsen, ich hatte wieder Zeit mich auf \u201aMich\u2018 zu konzentrieren. Dazu kamen viele Dinge, die mich an meinen vorherigen Arbeitsverh\u00e4ltnissen gest\u00f6rt haben: Die schlechten Rahmenbedingungen \u2013 wie Arbeitszeiten, Bezahlung, kaum Aufstiegsm\u00f6glichkeiten, k\u00f6rperliche hohe Belastung und hohes Stresslevel \u2013 sowie null Wertsch\u00e4tzung.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-fl-accent-color\">Und wie kamen Sie dann ausgerechnet auf die Pflege? Der Branche sagt man ja auch nicht unbedingt die glamour\u00f6sesten Arbeitsbedingungen nach\u2026<\/mark><\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eIch habe mich reflektiert: Was m\u00f6chte ich? Was sind meine St\u00e4rken? Es sollte auf jeden Fall etwas mit sozialer Arbeit zu tun haben. Pflege? Betreuung? Zu dem Zeitpunkt habe ich mich bereits um meine pflege- und hilfebed\u00fcrftige Mutter gek\u00fcmmert.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Mit diesem Anliegen habe ich mich dann an eine gute Freundin und ihren Mann gewendet, unseren ehemaligen Einrichtungsleiter. Dieser bot mir ein Praktikum im ESZ an. Nach einer Woche Hospitieren im Bereich Pflege und Betreuung stand f\u00fcr mich schnell fest: \u201aPflege \u2013 das ist mein Ding!\u2018 Acht Wochen sp\u00e4ter, im November 2020, fing ich bereits im ESZ als Pflegehelferin an. Die ersten Wochen waren eine echte Herausforderung f\u00fcr mich, die ich mit Unterst\u00fctzung durch das Team vom Wohnbereich 2 und meiner gro\u00dfen Motivation, zu lernen, sehr gut bew\u00e4ltigt habe. Dann kam die Coronapandemie: Ich war noch nicht richtig angelernt, man wurde quasi \u201ains kalte Wasser gesto\u00dfen\u2018, musste funktionieren. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Aber: Ich habe auch die Erfahrung gemacht, wie wichtig Teamarbeit gerade in schwierigen Zeiten ist! Trotz erschwertem Start verlor ich nicht meine Begeisterung f\u00fcr den neuen Beruf. Ganz im Gegenteil, ich wollte noch mehr bewirken und helfen, verstehen was ich jeden Tag mache, mich weiterentwickeln. Unterst\u00fctzt durch meinen damaligen Einrichtungsleiter, der mir Mut machte trotz meines Alters oder genau wegen meines Alters und meiner Lebenserfahrung, diesen Schritt zu wagen, entschied ich mich f\u00fcr die dreij\u00e4hrige Ausbildung zur Pflegefachfrau. Und habe es auch bis heute nicht bereut.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-fl-accent-color\">Was motiviert Sie denn nach wie vor so stark?<\/mark><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eIn der Pflege zu arbeiten ist wirklich sch\u00f6n. Man wei\u00df, man tut etwas Sinnvolles, etwas Gutes, wird gebraucht, und die Menschen, die man versorgt, geben einem so viel zur\u00fcck: Ein \u201aDanke\u2018, ein \u201asch\u00f6n, dass Sie da sind\u2018, ein \u201aL\u00e4cheln\u2018. Man kann enorm viel bewirken, hat Verantwortung.\u00a0 Es gibt kaum einen anderen Beruf mit so vielen M\u00f6glichkeiten und Einsatzorten. Kein Tag ist wie der andere, es wird nie langweilig. Man lernt so viele interessante Menschen kennen. Man hat unz\u00e4hlige M\u00f6glichkeiten sich fort- und weiterzubilden. Pflegefachkr\u00e4fte werden immer und \u00fcberall gesucht, man kann sich seinen Arbeitgeber quasi aussuchen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-fl-accent-color\">Was hat Ihnen besonders gefallen an der Ausbildung?<\/mark><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eGenerell erstmal wieder das Lernen, Verstehen, und Gefordertwerden nach so vielen Jahren, Weiterentwickeln, \u2026. Toll waren auch die theoretischen Bl\u00f6cke an der SMMP Gesundheitsakademie: wir hatten einen tollen kleinen Kurs, eine gute Klassengemeinschaft (mit denen auch privat mal so manche Party zusammen gefeiert wurde, was ja auch die Gemeinschaft f\u00f6rdert), zusammen das Lernen machte Spa\u00df und wir hatten gute Dozenten, die uns von Anfang an unterst\u00fctzten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die vielen verschiedenen externen Praxiseins\u00e4tze geben einem die M\u00f6glichkeit, zu erfahren, was einem liegt und wohin der Weg nach der Ausbildung geht. Au\u00dferdem konnte man viele Erfahrungen sammeln und viele interessante Menschen kennenlernen. Besonders der Einsatz beim Ambulanten Dienst hatte einen hohen Lernfaktor f\u00fcr mich durch die vielen verschiedenen Touren, Herausforderungen und Erfahrungen.\u00a0 Und ein gro\u00dfes Plus war hier: Der Praxisanleiter war zu jeder Zeit vor Ort!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Erreichte Kompetenzen konnte ich sofort in meiner Einrichtung umsetzen. Mit jedem Einsatz merkt man, wie man sich weiterentwickelt, und das gibt einem ein gutes Gef\u00fchl.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-fl-accent-color\">W\u00fcrden Sie etwas an der Ausbildung \u00e4ndern, wenn Sie k\u00f6nnten?<\/mark><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eDie generalistische Ausbildung beinhaltet unter anderem einen Praxiseinsatz in der P\u00e4diatrie. Es gab aber keine Pl\u00e4tze in p\u00e4diatrischen station\u00e4ren Einrichtungen, sodass man gezwungen war, diesen Einsatz in Kinderg\u00e4rten oder bei Kinder\u00e4rzten (Letzteres war auch kaum umsetzbar) zu absolvieren. Ich habe diesen Einsatz in einem Integrationskindergarten gemacht, es war auch eine interessante Zeit mit hohem Spa\u00dffaktor, f\u00fcr die Ausbildung hat es mir aber nicht viel gebracht. Es m\u00fcssten mehr M\u00f6glichkeiten geschaffen werden, auch wirklich die \u201eKinderkrankenpflege\u201c kennenzulernen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dar\u00fcber hinaus h\u00e4tte ich mir mehr Unterst\u00fctzung durch Praxisanleitung generell gew\u00fcnscht. Au\u00dferdem f\u00e4nde ich es gut, die Sichtungsbesuche der Dozenten in den praktischen Eins\u00e4tzen mit praktischen \u00dcbungen zu kombinieren. Denn Praxis und Theorie sind zweierlei, und so ist man f\u00fcr das praktische Vorexamen bzw. praktische Examen besser vorbereitet und routinierter.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-fl-accent-color\">Warum haben Sie sich f\u00fcr die Ausbildung f\u00fcr das ESZ entschieden, und \u2013 vor allen Dingen \u2013 warum m\u00f6chten Sie auch nach Ihrem Examen hier weiterarbeiten?<\/mark><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eWie bereits erw\u00e4hnt, habe ich vor meiner Ausbildung schon gerne im ESZ gearbeitet. Da kam f\u00fcr mich gar kein anderes Haus in Frage.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Nach wie vor f\u00fchle ich mich wohl hier. Die Einrichtung ist \u00fcberschaubar, teils famili\u00e4r, hier kennt fast jeder Jeden. Ich habe das Gef\u00fchl, ich werde gut unterst\u00fctzt, ob durchs Team, meinen Wohnbereichsleiter, Einrichtungsleiter oder die Pflegedienstleitung. Das richtige Umsetzen der erlernten Kompetenzen und die Praxiserfahrung beginnen meiner Meinung nach erst nach dem Examen. Es ist einfacher, wenn man bereits das Haus, Abl\u00e4ufe, Bewohner*innen und das Team kennt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Ich als Mensch und meine Arbeit werden besonders durch unsere Einrichtungsleitung gewertsch\u00e4tzt und die T\u00fcr steht immer offen. Ich lasse mir aber noch alles offen, mal schauen wohin mich mein Weg noch f\u00fchren wird. Ein Schritt nach dem anderen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>PERS\u00d6NLICH<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Petra Blumer\u00f6hr ist geb\u00fcrtige Lippst\u00e4dterin, wohnt aber schon seit 28 Jahren in Erwitte V\u00f6llinghausen. Sie ist ein sehr kreativer Mensch und besch\u00e4ftigt sich in ihrer Freizeit gerne mit Malerei, N\u00e4hen mit der N\u00e4hmaschine, Kochen und Backen geht. Die 54-J\u00e4hrige bezeichnet sich selbst als gesellig und verbringt gerne Zeit mit der Familie und Freunden. Au\u00dferdem h\u00e4lt sie sich gerne in der Natur auf, egal ob Garten, Camping, Wandern oder E-Biking. \u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"9533\" src=\"https:\/\/www.johannisstift.de\/karriere\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/06\/IMG-20240326-WA0077-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9533\" srcset=\"https:\/\/www.johannisstift.de\/karriere\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/06\/IMG-20240326-WA0077-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.johannisstift.de\/karriere\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/06\/IMG-20240326-WA0077-450x600.jpg 450w, https:\/\/www.johannisstift.de\/karriere\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/06\/IMG-20240326-WA0077-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.johannisstift.de\/karriere\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/06\/IMG-20240326-WA0077.jpg 1512w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"9534\" src=\"https:\/\/www.johannisstift.de\/karriere\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/06\/IMG-20240326-WA0088-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9534\" srcset=\"https:\/\/www.johannisstift.de\/karriere\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/06\/IMG-20240326-WA0088-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.johannisstift.de\/karriere\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/06\/IMG-20240326-WA0088-450x600.jpg 450w, https:\/\/www.johannisstift.de\/karriere\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/06\/IMG-20240326-WA0088-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.johannisstift.de\/karriere\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/06\/IMG-20240326-WA0088.jpg 1512w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Petra Blumenr\u00f6hr hat eine dreij\u00e4hrige Ausbildung zur Pflegefachkraft gemacht. 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