{"id":701,"date":"2023-02-22T16:10:41","date_gmt":"2023-02-22T15:10:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.johannisstift.de\/karriere\/?p=701"},"modified":"2023-11-30T14:14:26","modified_gmt":"2023-11-30T13:14:26","slug":"meilenstein-auf-dem-weg-in-die-gemeinsame-zukunft-erreicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.johannisstift.de\/karriere\/meilenstein-auf-dem-weg-in-die-gemeinsame-zukunft-erreicht\/","title":{"rendered":"Meilenstein auf dem Weg in die gemeinsame Zukunft erreicht"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Br\u00fcderkrankenhaus St. Josef (BBT-Gruppe) und das Ev. Krankenhaus St. Johannisstift (Stiftung St. Johannisstift) haben einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg des geplanten Zusammenschlusses der beiden H\u00e4user erreicht<\/strong>.<\/p>\n\n\n<p>Der BBT-Aufsichtsrat sowie der Stiftungsrat und das Kuratorium des St. Johannisstifts haben den grundlegend erforderlichen Konsortialvertrag genehmigt, der die Zusammenf\u00fchrung der beiden Krankenh\u00e4user vorsieht. Ein Notartermin f\u00fcr die offizielle Unterschrift werde gerade vorbereitet, so die F\u00fchrungen beider H\u00e4user. Vorbehaltlich der Genehmigung durch das Kartellamt k\u00f6nne die Umsetzung des Vorhabens nun konkret angegangen werden.<\/p>\n<p>Im Juli des vergangenen Jahres hatten die beiden Paderborner Krankenh\u00e4user erste Pl\u00e4ne f\u00fcr eine gemeinsame Zukunft verk\u00fcndet. Aus der damaligen Absichterkl\u00e4rung ist jetzt ein greifbares Vorhaben geworden, dem der Konsortialvertrag zugrunde liegt.<\/p>\n<h2><strong>Gemeinsame Medizinstrategie als Basis<\/strong><\/h2>\n<p>F\u00fcr ein nachhaltiges und tragf\u00e4higes gemeinsames Leistungsangebot f\u00fcr die Paderborner Bev\u00f6lkerung gilt es als Grundlage, eine Medizinstrategie zu entwerfen. An der Entwicklung dieses Konzepts waren sowohl die \u00e4rztlichen Direktoren und Sprecher sowie die Gesch\u00e4fts- und Regionalleitungen beider Krankenh\u00e4user beteiligt. \u201eVor dem Hintergrund des politischen Willens, insbesondere des neuen Landeskrankenhausplans NRW 2025, wollen wir in Paderborn standort\u00fcbergreifend alle Ressourcen optimal b\u00fcndeln und bestehende Doppelvorhaltungen au\u00dferhalb der Basisversorgung schrittweise an jeweils einem Standort zusammenfassen\u201c, erkl\u00e4rt Martin Wolf, Vorstand der Stiftung St. Johannisstift. Das hei\u00dfe konkret: Medizinische Leistungsangebote au\u00dferhalb der Basisversorgung, die es heute am Br\u00fcderkrankenhaus und am St. Johannisstift doppelt gebe, solle es zuk\u00fcnftig nur noch an einem Krankenhaus geben.<\/p>\n<p>Der aktuelle Stand der Planungen sei, dass das St. Johannisstift eher als \u201eElektiv\u201c-Krankenhaus, mit entsprechend geplanten station\u00e4ren und ambulanten Eingriffen, und das Br\u00fcderkrankenhaus eher als \u201eAkut\u201c-Krankenhaus weiterentwickelt werden soll. \u201eAngesichts der branchenweit vorherrschenden knappen Personalressourcen und der begrenzten Refinanzierung k\u00f6nnen wir mit dieser Spezialisierung unseren gemeinsamen Anspr\u00fcchen besser gerecht werden\u201c, so Siegfried R\u00f6rig, Kaufm. Direktor und Regionalleiter der BBT-Gruppe in Paderborn \/ Marsberg. \u201eDazu geh\u00f6ren vor allem die hohe medizinische Qualit\u00e4t bei der Versorgung der Patientinnen und Patienten sowie der berechtigte Anspruch unseren Mitarbeitenden auf zukunftsf\u00e4hige, attraktive und sichere Arbeitspl\u00e4tze.\u201c Jetzt gehe es darum, dieses grundlegende Konzept weiter auszuarbeiten.<\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n<p><strong>Unternehmenskultur: \u00d6kumenisches Profil auf Basis der christlichen Werte<\/strong><br>Ein weiterer wichtiger Faktor im Rahmen der Zusammenf\u00fchrung ist neben dem Medizinkonzept die Unternehmenskultur. \u201eBeide Partner, die katholische BBT-Gruppe und das evangelische St. Johannisstift, haben sich deutlich f\u00fcr ein \u00f6kumenisches Unternehmensprofil ausgesprochen und dies auch vertraglich verankert\u201c, sagt dazu Christoph Robrecht, Hausoberer und Regionalleiter der BBT-Gruppe in Paderborn \/ Marsberg. Auf Grundlage der theologischen Grunds\u00e4tze beider christlichen Konfessionen und der bestehenden Unternehmensleitbilder werde nun ein christlich\u00f6kumenisches Profil der Krankenhausgesellschaft entwickelt und in den Unternehmen verankert werden. \u201eThemen wie Seelsorge-, Gottesdienst- und Kulturangebote beider Konfessionen und auch die Ber\u00fccksichtigung der Lehren und Grunds\u00e4tze beider Konfessionen f\u00fcr Fragen der Medizin- und Pflegeethik sind ganz wichtige und pr\u00e4gende Grundlagen f\u00fcr unseren Umgang mit Patientinnen und Patienten sowie unseren Mitarbeitenden\u201c, zeigt Christoph Robrecht die konkreten Auswirkungen der konfessionellen Hintergr\u00fcnde der Krankenh\u00e4user auf. Auch die Verpflichtung zu Corporate Social Responsibility, also sozialer Verantwortung und Nachhaltigkeit, speise sich aus diesen Wertequellen.<\/p>\n<p><strong>Gesellschaftsrechtlicher Rahmen<\/strong><br>Beide Partner planen ab Januar 2025, das Br\u00fcderkrankenhaus St. Josef Paderborn, das St.-MarienHospital Marsberg (beide BBT-Gruppe) und das Ev. Krankenhaus St. Johannisstift in eine gemeinsame Krankenhaus-Gesellschaft einzubringen. Die Gesellschafter, also die \u201eEigent\u00fcmer\u201c dieser Gesellschaft, sind die BBT-Gruppe und die Stiftung St. Johannisstift. Die BBT-Gruppe ist der Mehrheitsgesellschafter, die Stiftung St. Johannisstift ist der Minderheitsgesellschafter, der \u201eJuniorpartner\u201c.<\/p>\n<p>Im Ergebnis soll ein starker Gesundheitsdienstleister f\u00fcr die Region Paderborn \/ Marsberg entstehen. Erg\u00e4nzt wird die geplante Struktur von weiteren regionalen Einrichtungen beider Partner: zwei Pflegeschulen, drei medizinische Versorgungszentren, ein Betriebsarztzentrum sowie dem Krankenhauslogistiker paderlog. Die genaue gesellschaftsrechtliche Ausgestaltung wird zurzeit erarbeitet. Auch mit der Altenhilfe des St. Johannisstifts soll eine enge Zusammenarbeit im Sinne der sektor\u00fcbergreifenden Vernetzung gepflegt werden.<\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n<p><strong>Erreichung des Zielbildes in zwei Phasen<\/strong><br>Dieses Zielbild soll in zwei Schritten erreicht werden: Im ersten Schritt, geplant schon r\u00fcckwirkend zu Januar 2023, \u00fcbernimmt die Barmherzige Br\u00fcder Trier gGmbH die Mehrheit (51%) der Anteile an der Ev. Krankenhaus St. Johannisstift GmbH. In dieser Phase bleiben zun\u00e4chst die drei Krankenh\u00e4user als eigenst\u00e4ndige Betriebe und Unternehmen erhalten. Praktisch ergeben sich durch den gemeinsamen Mehrheitsgesellschafter \u201eBBT\u201c erste M\u00f6glichkeiten, den neuen Gesundheitsdienstleister aufzubauen.<\/p>\n<p>Im zweiten Schritt sollen die drei Krankenh\u00e4user zusammengef\u00fchrt werden mit dem Ziel, die beiden Krankenh\u00e4user in Paderborn zu einem gemeinsamen Krankenhaus an zwei Standorten (Husener Str. und Reumontstr.) mit einem Versorgungsauftrag zu verschmelzen. Das St.-Marien-Hospital Marsberg bleibt, so sehen es die Planungen vor, krankenhausplanerisch eigenst\u00e4ndig.<\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n<p>Gemeinsam versorgen die drei Krankenh\u00e4user mit 2.200 Mitarbeitenden zurzeit rund 35.000 station\u00e4re und 65.000 ambulante F\u00e4lle pro Jahr. Die beiden Pflegeschulen bieten Platz f\u00fcr rund 800 Auszubildende. \u201eMit der B\u00fcndelung unserer Kr\u00e4fte auch im Ausbildungssektor werden wir zu einem der gr\u00f6\u00dften regionalen Arbeitgeber und Ausbilder im Gesundheitssektor. So k\u00f6nnen wir zuk\u00fcnftigen Bewerberinnen und Bewerbern ein sehr vielseitiges und attraktives Angebot machen\u201c, fasst Christoph Robrecht zusammen.<\/p>\n<p><strong>Die Arbeit l\u00e4uft bereits, erste Schritte sind schon umgesetzt<\/strong><br>Der Planung und Umsetzung der Zusammenf\u00fchrung liegt ein umfassendes Projektmanagement zugrunde. Die so genannte Programmarbeit ist in zehn Teilprojekte aufgeteilt. Die Arbeit der einzelnen Cluster hat bereits intensiv begonnen, erste Aufgaben sind sogar schon umgesetzt. So wird das Ev. Krankenhaus St. Johannisstift zum 1. April 2023 Partner der Einkaufsgesellschaft der BBT-Gruppe, auch die Versorgung des St. Johannisstifts durch das gemeinsam von Br\u00fcderkrankenhaus und St. Vincenz Kliniken betriebene Labor \u201eB+V\u201c wird voraussichtlich 2023 umgesetzt. Ebenso wird das Ev. St. Johannisstift Krankenhaus in die Planungen zur gemeinsamen Aufbereitungseinheit f\u00fcr Medizinprodukte (AEMP, Sterilisation) auf dem Gel\u00e4nde des Br\u00fcderkrankenhauses einbezogen, die voraussichtlich im zweiten Quartal 2024 an den Start geht.<\/p>\n<p><strong>Das Ziel: B\u00fcndelung der Kr\u00e4fte<\/strong><br>Einig sind sich die F\u00fchrungen beider H\u00e4user auch bei einem weiteren Punkt, der einige Mitarbeiter*innen umtreibe: Sei in anderen Branchen von \u201eFusion\u201c oder von \u201eVerschmelzung\u201c die Rede, werde h\u00e4ufig \u00fcber Einsparungen, u.a. auch von Arbeitspl\u00e4tzen, gesprochen. \u201eDarum geht es in unserem Vorhaben nicht! Im Gegenteil: Wir sp\u00fcren allerorten die zu knappe Personaldecke in unserer Branche, auch in unseren H\u00e4usern. Gerne w\u00fcrden wir mehr Mitarbeitende besch\u00e4ftigen, ob nun Pflegekr\u00e4fte, \u00c4rzte oder in der Verwaltung. Aber entweder gibt es davon zu wenige, oder die knappen Kassen der Kostentr\u00e4ger lassen eine Refinanzierung nicht zu\u201c, so Christoph Robrecht, Siegfried R\u00f6rig und Martin Wolf. \u201eMit der Gr\u00fcndung einer gemeinsamen Krankenhausgesellschaft \u00fcbernehmen wir Verantwortung zur langfristigen Sicherung einer qualitativ hochwertigen und wohnortnahen medizinischen Versorgung im Paderborner Land und \u00f6stlichen Hochsauerland.\u201c<\/p>\n<hr>\n<p><em><strong>BBT-Gruppe<\/strong><\/em><br><em>Die BBT-Gruppe geh\u00f6rt mit \u00fcber 100 Einrichtungen zu den gro\u00dfen christlichen Tr\u00e4gern von Krankenh\u00e4usern und Sozialeinrichtungen in Deutschland. \u00dcber 14.000 Mitarbeitende versorgen j\u00e4hrlich mehr als 700.000 Patienten ambulant und station\u00e4r und bieten in den verschiedenen Wohnund Betreuungsangeboten der BBT-Gruppe \u00fcber 2.400 Menschen eine bessere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Unsere christliche Mission: Praktizierte N\u00e4chstenliebe. <\/em><em>Das Netzwerk f\u00fcr Ihre Gesundheit \u2013Die Krankenh\u00e4user, Haus- und Facharztpraxen der BBT-Gruppe im Paderborner Land und Hochsauerland<\/em><\/p>\n<p><em>Das Br\u00fcderkrankenhaus St. Josef Paderborn, Lehrkrankenhaus der Georg-August-Universit\u00e4t G\u00f6ttingen, und das St.-Marien-Hospital Marsberg, beides Einrichtungen der BBT-Gruppe, bieten mit rund 1800 Mitarbeitenden j\u00e4hrlich f\u00fcr \u00fcber 25.000 station\u00e4re und mehr als 50.000 ambulante Patienten in den 18 Fachabteilungen sowie einer HNO-Belegabteilung, einer Pflegeschule und dem Logistikzentrum paderlog umfassende und qualifizierte Dienstleistungen im Gesundheitswesen. Des Weiteren geh\u00f6ren zum Unternehmensverbund mehrere Medizinische Versorgungszentren unterschiedlichster Fachrichtungen.<\/em><\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n<p><em><strong>St. Johannisstift<\/strong><\/em><br><em>Ev. Stiftung St. Johannisstift: Das St. Johannisstift, gegr\u00fcndet 1862 in Paderborn, bietet hilfsbed\u00fcrftigen Menschen ein umfassendes Angebot in nahezu allen Lebenssituationen. In den Gesch\u00e4ftsbereichen Medizin, Altenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe sowie Bildung arbeiten heute rund 1.300 Mitarbeitende. Als freigemeinn\u00fctziger, evangelischer Tr\u00e4ger bietet das St. Johannisstift ein umfassendes Pflegenetzwerk, eine ganzheitliche und sektor\u00fcbergreifende Versorgung von Medizin (Krankenhaus) und Pflege (Altenhilfe).<\/em><\/p>\n<p><em>Im Ev. Krankenhaus St. Johannisstift Paderborn werden j\u00e4hrlich rund 20.000 Patienten versorgt, davon 8.000 station\u00e4r und 12.000 ambulant. Zu den Leistungsschwerpunkten des Krankenhauses geh\u00f6ren die Gef\u00e4\u00dfmedizin, die Geriatrie (Medizin f\u00fcr alte Menschen), die Innere Medizin, ausgew\u00e4hlte Bereiche der Chirurgie sowie die Gyn\u00e4kologie. Das Krankenhaus ist Lehrkrankenhaus f\u00fcr Medizinstudenten der Universit\u00e4t Neumarkt a.M., Campus Hamburg. Zudem geh\u00f6rt zum Krankenhaus der Bildungscampus f\u00fcr Gesundheits- und Sozialberufe. Hier werden, neben dem gro\u00dfen Angebot der Fort- und Weiterbildung, regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber 300 junge Menschen f\u00fcr den Pflegeberuf ausgebildet.<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Br\u00fcderkrankenhaus St. Josef (BBT-Gruppe) und das Ev. Krankenhaus St. Johannisstift (Stiftung St. Johannisstift) haben einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg des geplanten Zusammenschlusses der beiden H\u00e4user erreicht. Der BBT-Aufsichtsrat sowie der Stiftungsrat und das Kuratorium des St. Johannisstifts haben den grundlegend erforderlichen Konsortialvertrag genehmigt, der die Zusammenf\u00fchrung der beiden Krankenh\u00e4user vorsieht. 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