{"id":1218,"date":"2023-08-17T15:04:52","date_gmt":"2023-08-17T13:04:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.johannisstift.de\/karriere\/?p=1218"},"modified":"2023-08-17T15:04:54","modified_gmt":"2023-08-17T13:04:54","slug":"erste-abteilungen-des-bruederkrankenhauses-und-st-johannisstifts-wechseln-die-betriebsstaette","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.johannisstift.de\/karriere\/erste-abteilungen-des-bruederkrankenhauses-und-st-johannisstifts-wechseln-die-betriebsstaette\/","title":{"rendered":"Erste Abteilungen des Br\u00fcderkrankenhauses und St. Johannisstifts wechseln die Betriebsst\u00e4tte"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n<p>Anfang Juli 2022 haben das zur BBT-Gruppe geh\u00f6rende Br\u00fcderkrankenhaus St. Josef und das zur Stiftung St. Johannisstift geh\u00f6rende Ev. Krankenhaus in Paderborn ihre Pl\u00e4ne f\u00fcr eine gemeinsame Zukunft ver\u00f6ffentlicht. Im Fr\u00fchjahr 2023 wurden, nachdem auch die Genehmigung der Kartellbeh\u00f6rde vorlag, die entsprechenden Vertragswerke von den beiden Partnern unterzeichnet.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Gemeinsame Medizinstrategie: Orthop\u00e4die und Viszeralchirurgie ziehen um<\/strong><\/p>\n<p>Jetzt sind die Planungen in ihrer Umsetzung soweit vorangeschritten, dass erste Umz\u00fcge von medizinischen Abteilungen anstehen. Wie bereits im Februar diesen Jahres berichet, bildet die Aufteilung in ein Elektivhaus (Ev. Krankenhaus St. Johannisstift) mit Abteilungen, in denen tendenziell eher geplante Eingriffe durchgef\u00fchrt werden, und ein Akuthaus (Br\u00fcderkrankenhaus St. Josef) mit Abteilungen, in denen tendenziell auch viele notfallm\u00e4\u00dfige bzw. nicht planbare Eingriffe stattfinden, den roten Faden f\u00fcr die gemeinsame Medizinstrategie. Vor diesem Hintergrund wird die Orthop\u00e4die, bis dato im Br\u00fcderkrankenhaus beheimatet, ihren Betrieb zum 1. September 2023 am Standort St. Johannisstift aufnehmen. Die Viszeralchirurgie des Ev. Krankenhauses St. Johannisstift wird gleichzeitig an den Standort Br\u00fcderkrankenhaus wechseln und zuk\u00fcnftig gemeinsam mit der dortigen Viszeralchirurgie die entsprechenden Patient*innen versorgen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Auswirkungen auf die Notfallversorgung in Paderborn<\/strong><\/p>\n<p>Aufgrund des Wegfalls der Chirurgie im St. Johannisstift werden sich auch die Strukturen in den Zentralen Notaufnahmen ver\u00e4ndern. Die Einzelheiten werden gerade in einem gemeinsamen Projekt erarbeitet: \u201eInsgesamt wird sich die Notfallversorgung der Patient*innen im Raum Paderborn nachhaltig verbessern\u201c, erl\u00e4utert Siegfried R\u00f6rig, Regionalleiter der BBT-Gruppe in Paderborn \/ Marsberg: \u201eBei schon seit Jahren zunehmenden Fallzahlen, teilweise sogar mit Einlieferungen auch aus Nachbarkreisen, und dem \u00fcberall knapper werdenden Personal bietet die Zusammenf\u00fchrung beider H\u00e4user die Chance, die so genannte Versorgungsstufe 2 weiterhin sicher und qualitativ hochwertig erbringen zu k\u00f6nnen\u201c. Mit den Rettungsdiensten haben bereits Gespr\u00e4che \u00fcber die zuk\u00fcnftige Ausrichtung stattgefunden.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Die Orthop\u00e4die an der Betriebsst\u00e4tte St. Johannisstift<\/strong><\/p>\n<p>Cheforthop\u00e4de PD Dr. Christoph Windisch und sein Team planen bereits ab dem 23. August von der Husener Stra\u00dfe an die Reumonstra\u00dfe zu ziehen, um dort Anfang September starten zu k\u00f6nnen. Im ersten Obergeschoss des St. Johannisstifts entsteht aktuell die frisch renovierte Station 4 mit 36 Betten f\u00fcr orthop\u00e4dische Patient*innen. Auf der gleichen Ebene wird eine gro\u00dfz\u00fcgige orthop\u00e4dische Ambulanz entstehen. Operiert werden soll an jedem Wochentag, zus\u00e4tzlich werden voraussichtlich an einem Tag in der Woche die ambulanten Operationen statfinden. Die Radiologie, beide Physiotherapie-Teams, das Sanit\u00e4tshaus und viele weitere Abteilungen sind entsprechend eng in die Umsetzungen mit einbezogen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>So wird die radiologische Versorgung am St. Johannisstift ab dem 1. Oktober vom Team der Klinik f\u00fcr Diagnostische und Interventionelle Radiologie unter der Leitung von Prof. Dr. med. Marc Keberle mit den dort bestehenden Ger\u00e4ten aufgenommen. Aktuell wird die radiologische Versorgung an der Reumontsra\u00dfe noch durch die externe Praxis Radiologie am Theater betrieben.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u201eMit dem Umzug in die neuen R\u00e4umlichkeiten des St. Johannisstifts sind wir in der Lage, die orthop\u00e4dische Versorgung der Patient*innen im Raum Paderborn im Rahmen unseres zertifizierten Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung auf ein neues Level zu heben\u201c, freut sich PD Dr. Christoph Windisch, Chefarzt der Klinik f\u00fcr Orthop\u00e4die, orthop\u00e4dische Chirurgie und Sportmedizin. F\u00fcr die Patient*innen bedeute dies vor allen Dingen weniger Wartezeit auf station\u00e4re und ambulante Eingriffe sowie eine verbesserte Lenkung durch die einzelnen Stationen von der Aufnahme \u00fcber die Versorgung bis hin zur Nachbehandlung bei gleichbleibend h\u00f6chster Qualit\u00e4t.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Die Viszeralchirurgie an der Betriebsst\u00e4tte Br\u00fcderkrankenhaus<\/strong><\/p>\n<p>Die Viszeralchirurgie, aktuell noch an beiden\u00a0 Standorten vorhanden, konzentriert sich zum 1. September am Br\u00fcderkrankenhaus. Die Chef\u00e4rzt*innen PD Dr. Ricarda Diller und Klaus Christian Diederich planen mit circa 30 Prozent mehr viszeralchirurgischen Patient*innen als bisher am Br\u00fcderkrankenhaus behandelt wurden. \u201eMit dem\u00a0zertifizierten Darmkrebszentrum, dem onkologischen Zentrum und der robotergest\u00fctzten Chirurgie mit dem Da Vinci am Br\u00fcderkrankenhaus sind wir bereits gut aufgestellt.\u00a0Durch die Zusammenarbeit mit dem Johannisstift k\u00f6nnen wir insbesondere die Notfallversorgung der viszeralchirurgischen Patientinnen und Patienten durch B\u00fcndelung unserer Kompetenzen weiter verbessern\u201c, erkl\u00e4rt PD Dr. Ricarda Diller, Chef\u00e4rztin der Klinik f\u00fcr Allgemein- und Viszeralchirurgie am Br\u00fcderkrankenhaus. Klaus Christian Diederich dazu erg\u00e4nzend: \u201eDurch die Zusammenf\u00fchrung der beiden Abteilungen konzentrieren wir auch die minimalinvasive Expertise im Raum Paderborn und k\u00f6nnen f\u00fcr die viszeralchirurgischen Patientinnen und Patienten weiterhin das komplette viszeralchirurgische Angebot auf h\u00f6chstem Qualit\u00e4tslevel vorhalten, basierend auf dem gesammelten Fachwissen erfahrener Spezialisten aus Medizin, Pflege und Therapie.\u201c<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Weitere Projekte<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber die Verlegung der beiden Abteilungen hinaus sind weitere gr\u00f6\u00dfere Investitionen in zukunftsweisende Projekte bzw. die Ausstattung beider Standorte geplant. Aktuell arbeiten die Leitungen beider H\u00e4user sowie fachbezogene Projektteams intensiv an den entsprechenden Konzepten und der Refinanzierung der jeweiligen Investitionen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Zielbild: Ein Krankenhaus mit zwei Betriebsst\u00e4tten<\/strong><\/p>\n<p>Beide Partner planen ab Januar 2025, das Br\u00fcderkrankenhaus St. Josef Paderborn, das St.-Marien-Hospital Marsberg (beide BBT-Gruppe) und das Ev. Krankenhaus St. Johannisstift in eine gemeinsame Krankenhaus-Gesellschaft einzubringen. Die Gesellschafter, also die \u201eEigent\u00fcmer\u201c dieser Gesellschaft, sind die BBT-Gruppe und die Stiftung St. Johannisstift. Die BBT-Gruppe ist der Mehrheitsgesellschafter, die Stiftung St. Johannisstift ist der Minderheitsgesellschafter, der \u201eJuniorpartner\u201c.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Im Ergebnis soll ein starker Gesundheitsdienstleister f\u00fcr die Region Paderborn \/ Marsberg entstehen. Erg\u00e4nzt wird die geplante Struktur von weiteren regionalen Einrichtungen beider Partner: zwei Pflegeschulen, drei medizinische Versorgungszentren, ein Betriebsarztzentrum sowie dem Krankenhauslogistiker paderlog. \u201eDie genaue gesellschaftsrechtliche Ausgestaltung wird zurzeit erarbeitet\u201c, erl\u00e4utert Christoph Robrecht, Hausoberer und Regionalleiter der BBT-Gruppe in Paderborn \/ Marsberg \u201eEin weiterer Gewinn in der Zusammenf\u00fchrung unserer H\u00e4user: Auch gemeinsam mit der Altenhilfe der Stiftung St. Johannisstift planen wir eine enge Zusammenarbeit im Sinne der sektor\u00fcbergreifenden Vernetzung und des ganzheitlichen Versorgungsangebots.\u201c.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus ist es geplant, dass der interimistische Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Ev. Krankenhauses St. Johannisstift, Dr. Dietmar Stephan, im Zuge der Zusammenf\u00fchrung planm\u00e4\u00dfig zum 1. September von BBT-Regionalleiter Siegfried R\u00f6rig abgel\u00f6st wird. \u201eF\u00fcr sein hohes Ma\u00df an Professionalit\u00e4t und seine Expertise, die Dr. Stephan in seiner Amtszeit in unser Haus und das gro\u00dfe Projekt der Zusammenf\u00fchrung eingebracht hat, danken wir ihm sehr\u201c, so Martin Wolf, Vorstand der Stiftung St. Johannisstift. \u201eDr. Stephan hat insbesondere die Entwicklung unserer gemeinsamen Medizinstrategie entscheidend mitgepr\u00e4gt.\u201c<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Plan mit Weitblick: Warum die Zusammenf\u00fchrung gut und notwendig ist<\/strong><\/p>\n<p>Der neue Landeskrankenhausplan NRW sieht eine Konzentration von Kompetenzen vor, Doppelvorhaltungen au\u00dferhalb der Basisversorgung sind im Konzept nicht enthalten. \u201eDamit sind wir heute schon im Sinne des neuen Landeskrankenhausplanes unterwegs\u201c, setzt Martin Wolf, Vorstand der Stiftung St. Johannisstift, die Fusion in den planerischen Kontext. Die Zusammenf\u00fchrung der beiden H\u00e4user sowie insbesondere die neue Medizinstrategie seien sowohl seitens der Kostent\u00e4ger als auch seitens der Politik sehr wohlwollend aufgenommen worden.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>BBT-Gruppe<\/strong><\/p>\n<p>Die BBT-Gruppe geh\u00f6rt mit \u00fcber 100 Einrichtungen zu den gro\u00dfen christlichen Tr\u00e4gern von Krankenh\u00e4usern und Sozialeinrichtungen in Deutschland. \u00dcber 14.000 Mitarbeitende versorgen j\u00e4hrlich mehr als 700.000 Patienten ambulant und station\u00e4r und bieten in den verschiedenen Wohn- und Betreuungsangeboten der BBT-Gruppe \u00fcber 2.400 Menschen eine bessere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Unsere christliche Mission: Praktizierte N\u00e4chstenliebe.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Das Netzwerk f\u00fcr Ihre Gesundheit \u2013 <br \/>Die Krankenh\u00e4user, Haus- und Facharztpraxen der BBT-Gruppe im Paderborner Land und Hochsauerland<\/strong><\/p>\n<p>Das Br\u00fcderkrankenhaus St. Josef Paderborn, Lehrkrankenhaus der Georg-August-Universit\u00e4t G\u00f6ttingen, und das St.-Marien-Hospital Marsberg, beides Einrichtungen der BBT-Gruppe, bieten j\u00e4hrlich f\u00fcr \u00fcber 25.000 station\u00e4re und mehr als 50.000 ambulante Patienten in den 18 Fachabteilungen sowie einer HNO-Belegabteilung, einer Pflegeschule und dem Logistikzentrum paderlog umfassende und qualifizierte Dienstleistungen im Gesundheitswesen. Des Weiteren geh\u00f6ren zum Unternehmensverbund mehrere Medizinische Versorgungszentren unterschiedlichster Fachrichtungen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>St. Johannisstift<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Ev. Stiftung St. Johannisstift: Das St. Johannisstift, gegr\u00fcndet 1862 in Paderborn, bietet hilfsbed\u00fcrftigen Menschen ein umfassendes Angebot in nahezu allen Lebenssituationen. In den Gesch\u00e4ftsbereichen Medizin, Altenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe sowie Bildung arbeiten heute rund 1.300 Mitarbeitende. Als freigemeinn\u00fctziger, evangelischer Tr\u00e4ger bietet das St. Johannisstift ein umfassendes Pflegenetzwerk, eine ganzheitliche und sektor\u00fcbergreifende Versorgung von Medizin (Krankenhaus) und Pflege (Altenhilfe).<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Im Ev. Krankenhaus St. Johannisstift Paderborn werden j\u00e4hrlich rund 20.000 Patienten versorgt, davon 8.000 station\u00e4r und 12.000 ambulant. Zu den Leistungsschwerpunkten des Krankenhauses geh\u00f6ren die Gef\u00e4\u00dfmedizin, die Geriatrie (Medizin f\u00fcr alte Menschen), die Innere Medizin sowie ab dem 1. September 2023 die Orthop\u00e4die. Zudem geh\u00f6rt zum Krankenhaus der Bildungscampus f\u00fcr Gesundheits- und Sozialberufe. Hier werden, neben dem gro\u00dfen Angebot der Fort- und Weiterbildung, regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber 300 junge Menschen f\u00fcr den Pflegeberuf ausgebildet. \u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfang Juli 2022 haben das zur BBT-Gruppe geh\u00f6rende Br\u00fcderkrankenhaus St. Josef und das zur Stiftung St. Johannisstift geh\u00f6rende Ev. Krankenhaus in Paderborn ihre Pl\u00e4ne f\u00fcr eine gemeinsame Zukunft ver\u00f6ffentlicht. 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