Weiterbildung: "Pflegefachkraft für Außerklinische Beatmung"

Neues Angebot ab Herbst 2020 (Anerkennung bei der DIGAB ist beantragt)

Das Institut für Fort- und Weiterbildung bietet erstmalig ab Herbst 2020 die Fachweiterbildung "Pflegefachkraft für Außerklinische Beatmung" an. Pflegefachkräfte, die im außerklinischen Bereich eigenverantwortlich in die pflegerische Versorgung von beatmungsabhängigen Patienten involviert sind, müssen mindestes einen Basiskurs (DIGAB anerkannt) absolvieren.

Termin 2020

ab Herbst 2020; auf Anfrage

Kosten: 590 Euro

max. Teilnehmerzahl: 10 Personen

Menschen mit respiratorischen Beeinträchtigungen können dank fortschreitender Entwicklungen der
Medizin auch außerhalb der intensivpflegerischen Abteilungen dauerhaft maschinell beatmet werden.
Die außerklinische Beatmung trägt zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität der Patienten bei.

Die qualitativ hochwertige, verantwortungsvolle Versorgung dieser Personen verlangt gut geschulte
Pflegende, welche Fähigkeiten in der ambulanten Intensiv- und Beatmungspflege aufweisen.

Die Zertifizierung der Weiterbildung »Pflegefachkraft in der Außerklinischen Beatmung« ist zur Zeit
bei der DIGAB, der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft für Außerklinische Beatmung, beantragt.

Aufbau

Die Fachweiterbildung umfasst 120 Stunden (40 Stunden Theorie und je 40 Stunden für ein Praktikum
in einer außerklinischen Beatmungspflegeinstitution sowie in einem Beatmungs- oder Weaningzentrum
oder in einer Klinik).

Inhalte fachtheoretischer Unterricht

  •  Physiologie der Atmung und Beatmung
  • Technik der Beatmungsgeräte
  • Sauerstofftherapie
  • Masken- und Trachealkanülen und deren Applikationen
  • Hygienemanagement
  • Tracheostomamanagement inkl. Trachealkanülenwechsel
  • Methoden der Sekretmobilisierung und -elimination
  • Inhalationstechniken
  • Befeuchtungsmanagement der Atemwege
  • Notfallmanagement

Praktikum in einer außerklinischen Beatmungspflegeinstitution

(entfällt bei Anstellung/Beschäftigung mit mehr als 12 Monaten in dem Bereich)

  • mögliche Praktikumsorte: häusliche Pflege (1:1), Wohngemeinschaft, betreutes Wohnen oder stationäre Pflegeeinrichtung
  • Krankenbeobachtung
  • Kontrolle des Beatmungsgerätes
  • Absaugung (oral, nasal Trachealkanüle)
  • Trachealkanülenwechsel
  • Tracheostomapflege
  • Umgang mit der Maske (wenn vorhanden)
  • Dokumentation
  • Korrekter Umgang mit Sprechaufsätzen, »Feuchten Nasen«, Inhalationssystemen, Sauerstoffapplikationssystemen
  • Korrekte Anwendung verschiedener Kanülensyteme
  • Handhabung Beatmungsbeutel

    Klinisches Praktikum

    (entfällt bei Anstellung/Beschäftigung mit mehr als 12 Monaten in dem Bereich)

    • mögliche Praktikumsorte: Klinik, die über eine internistische Intensivstation oder einer Weaningstation verfügt oder die alternativ eine interdisziplinäre Intensivstation betreibt
    • Krankenbeobachtung
    • Absaugung (oral, nasal Trachealkanüle)
    • Trachealkanülenwechsel
    • Handhabung Beatmungsbeutel

        Bei Teilnehmenden, die mehr als ein Jahr Berufserfahrung in der Intensivpflege aufweisen können, verkürzt sich das Praktikum auf 16 Stunden und ist klinisch oder außerklinisch zu leisten.

        Aufstiegs-BAföG

        Möglichkeit der Förderung

        Bund und Länder unterstützen die Fortbildung von Fach- und Führungskräften. Mit dem Aufstiegsförderungsgesetz, auch Aufstiegs-BAföG genannt, fördert unabhängig vom Alter in Vollzeit oder Teilzeit die Vorbereitung auf mehr als 700 Fortbildungsabschlüsse in allen Branchen.

        Die Förderung besteht aus finanziellen Beiträgen, die unabhängig vom Einkommen zu den Kosten der Fortbildung gewährt werden, und bei Vollzeitmaßnahmen zusätzlich aus einem finanziellen Beitrag zum Lebensunterhalt, der abhängig von Einkommen und Vermögen gezahlt wird. Die Förderung erfolgt teils als Zuschuss, teils als zinsgünstiges Darlehen. 

        Alle Informationen: https://www.aufstiegs-bafoeg.de/

        Kontakt