„Die düsteren Schatten der Vergangenheit “ Das Posttraumatische Belastungssyndrom im Alter
Inhalt
Die jetzt hochbetagte Generation der Altenheimbewohner*innen ist von Krieg- /Nachkriegszeit geprägt: von Männern, die im Krieg waren und von Frauen, die ihre Männer ersetzen mussten. Dies ist eine Generation, die am wenigsten über Gefühle und Leiden gesprochen hat. Zwei Drittel der Menschen, die den zweiten Weltkrieg erlebt haben, haben eine oder mehrere traumatische Erfahrungen machen müssen. Bei den meisten führt das zu schwerwiegenden langfristigen Folgen. Mitarbeitende in der Altenhilfe begegnen kriegstraumatisierten alten Menschen. Insbesondere werden im Rahmen der Körperpflege Traumata reaktiviert oder zeigen sich in Form von Somatisierungen und herausfordernden Verhaltensweisen. Es spart Zeit, sich mit Traumata auszukennen, ihre Wirkung und ihre Ursachen zu verstehen. Es gibt weniger Krisen im Pflegealltag, wenn man mehr weiß und besser reagieren, die richtige Unterstützung anbieten kann. Das Wissen aus dieser Trauma-Fortbildung ermöglicht es, die Auszubildenden zu sensibilisieren, welche Spätfolgen von Traumatisierungen sich im Pflegealltag zeigen und Antworten auf die wichtigsten Fragen zu finden: Was ist überhaupt passiert? Wie kann ich helfen? Auch wenn die Arbeit in der Pflege oft genug an Fließbandarbeit grenzt: Das Wissen, das die Pflegeschüler/-innen sich aneignen können zum Thema Trauma und Alter kann direkt in der Praxis umgesetzt werden.
Das Seminar vermittelt Impulse, im Kontext individueller als auch zeitgeschichtlicher Phänomene, eine verständnisorientierte Haltung und Qualitätsmerkmale des traumasensiblen Umgangs zu entwickeln.
• Merkmale der Posttraumatischen Belastungsstörung
• Trauma und Hirnforschung
• Individuelle Vulnerabilität im Alter
• Historischer Kontext
• Prägende Erfahrungen der Kriegsgeneration
• Charakteristische Phänomene im Pflegealltag
• Aspekte traumasensibler Pflege
• Fallarbeit
Wichtig
Seminarkosten: 205 EUR inkl. Mittagessen und Getränke
Dozentin: Claudia Drastik-Schäfer
Anrechenbar im Rahmen der jährlichen 24 Stunden Fortbildungsverpflichtung für Praxisanleitung.
Hinweise
Zielgruppe: Praxisanleiter*innen, Interessierte
| Kursnummer | PA/14/2026 |
| Kosten | 205 € |
| Freie Plätze | 12 |
| Zeitraum | 14.07.2026 |
| Kurszeiten | Bitte erfragen Sie die genauen Kurszeiten im Sekretariat. |
| Anmeldefrist | 16.06.2026 |
| Ort | Bildungscampus St. Johannisstift Paderborn |
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Andrea Kampmann
Stefanie Haneke
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