Wohngruppe IDA

Intensivbetreuung für besonders belastete Kinder

Kinder, die in ihren frühen Lebensjahren die Erfahrung von körperlicher und seelischer Gewalt und Verwahrlosung gemacht haben, benötigen eine besondere Betreuung. Eine solche Betreuung bietet die koedukative Wohngruppe IDA in Willebadessen-Peckelsheim, Nähe Warburg.

Sie bietet sieben Kindern im Alter von ca. 6 bis 13 Jahren Platz. Die Kinder finden in der Wohngruppe Integration und Normalisierung in einem geregelten Gruppenleben und Alltag. Dabei vermitteln wir Schutz und Sicherheit und erreichen dies unter anderem durch das Prinzip des Bezugsbetreuersystems. Die Wohngruppe IDA bietet ein ressourcenorientiertes pädagogisches und therapeutisches Milieu an.

Die Kinder werden als handelnde Personen wahrgenommen, mit all ihren Stärken und Schwächen. Besonders bei traumatisierten Kindern ist eine haltgebende Struktur notwendig. Zuverlässige Strukturen durch das pädagogische Konzept erleichtern den Kindern den Alltag in der Wohngruppe IDA. Je nach Indikation und Vereinbarung zielt die Betreuung auf eine Rückführung der Kinder in die Familie, ihre Weitervermittlung in andere Angebote der ambulanten oder stationären Jugendhilfe oder die Anbahnungsbegleitung in eine Pflegefamilie.

Zur Zielgruppe von IDA gehören Kinder, die

  • infolge einer individuellen, sozialen oder gesellschaftlichen Problematik in ihrer Herkunftsfamilie überfordert oder gefährdet sind.
  • vielfältige Entwicklungsdefi zite, Verhaltensauffälligkeiten oder Traumatisierungen aufweisen und in einem Klärungsprozess ihres weiteren Lebensweges begleitet werden müssen.
  • bereits in anderen Einrichtungen diagnostiziert wurden, um mit ihnen weitere Perspektiven zu erarbeiten und diese zu begleiten.

Eine Aufnahme ist nicht möglich bei massiver Eigen- und Fremdgefährdung, prägnanter Suchtproblematik sowie gravierenden geistigen und/oder körperlichen Behinderungen.

Elternarbeit ist uns wichtig

Der pädagogische Ansatz der Wohngruppe IDA versteht Elternarbeit nicht im klassischen Sinne. Besonders in der Phase des Ankommens eines Kindes müssen, in Anbetracht traumatischer Vergangenheitserlebnisse, Mechanismen der Schutzgewährleistung greifen. Hier wird insbesondere versucht, eine innere Sicherheit und Stabilität der Kinder herzustellen. Ist dies gelungen und der Situation förderlich, besteht für Eltern die Möglichkeit, ihr Kind in der Wohngruppe zu erleben und zu besuchen. Zusätzlich gibt es ein Familienzimmer, damit Eltern und Geschwister übernachten können. Durch den erlebbaren Kontakt im Rahmen der Elternarbeit können gemeinsame Ziele schneller erreicht werden.

Kinder- & Jugendhilfe

05251 401-170